Et kütt, wie et kütt
Rheinische Krapfen
Brandheiße News – oder wenigstens ein brandheißes Rezept: Denn die Rheinischen Krapfen werden aus Brandteig gemacht – im Gegensatz zu Berliner Ballen oder Kräppeln oder Pfannkuchen, wie sie je nach Region heißen. Der Brandteig muss kurz im Topf anbacken und lehrt dabei ein wenig Gelassenheit. Spätestens beim Ausbacken im Fett heißt es bei Farbe, Größe und Form sowieso: „Et kütt, wie et kütt.“
Für die Krapfen sollte die Rheinische Küche (auch die an der Wupper) folgende Zutaten bereithalten:
- 350ml Wasser
- 100g Butter
- 230g Mehl
- 6 Eier (Größe M)
- 100g Rosinen
- Zucker
- Eine Prise Salz
- Fett zum Ausbacken
Wasser, Butter und Salz in einem Topf zum Kochen bringen. Das Mehl hinzufügen und glattrühren. Dann wird der Teig im Topf abgebrannt: So heißt es, wenn am Boden des Topfes eine kleine Schicht des Teiges hängenbleibt. Dann darf er in einer Rührschüssel ein bisschen abkühlen, bis mit einem Handrührgerät die Eier untergearbeitet werden. Jetzt kommen die Rosinen und – je nach Geschmack und Küchenvorrat – mit Zimt und Zitronensaft marinierte Apfelstücke hinzu.
Dann folgt der Geschmacksträger schlechthin: das Fett. In einem großen Topf sollte es auf etwa 180 Grad erhitzt werden. Dann mit einem Löffel Nocken oder Bällchen Formen und in das Fett geben – wenn sie ganz goldig aussehen, sollten sie fertig sein. Nach einem Moment des Abkühlens auf ein bisschen Küchenkrepp in Zucker wenden und lauwarm genießen. Denn egal, welche Form und Farbe sie nun haben – „et es, wie et es!“ Nur schmecken darf es. An Karneval und zu jeder anderen Jahreszeit.
Wer keine Lust auf heiße, fettige Angelegenheiten, aber Appetit auf Krapfen hat, bekommt sie zur Karnevalszeit auch im Café der Färberei.